Um die Auswirkungen der Pandemie zu lindern

Stadt Coburg Hilft Gastronomie, Handel, Marktleuten und Bratwurstbratern

Corona trifft viele Unternehmen hart. Viele mussten während der langen Lockdown-Monate schließen und erzielten daher keine Umsätze. Aber auch für Händler, die Geschäfte und Stände öffnen konnten, war das vergangene Jahr hart. Insbesondere in der Innenstadt sank die Kundenfrequenz und damit die Einnahmen.

Der Finanzsenat des Coburger Stadtrates hat daher beschlossen, den lokalen Unternehmen zu helfen. So sollen die Folgen der Corona-Krise zumindest ein Stück weit abgefedert werden. Insgesamt verzichtet die Stadtkasse auf Einnahmen in Höhe von  106.000 Euro.

Zusätzlich hat der Verwaltungssenat beschlossen, dass die Stadt Coburg wieder unbürokratisch die Möglichkeit schaffen wird, Gastronomie im Freien anzubieten. Der Beschluss geht sogar noch weiter als im vergangenen Jahr. Es soll auch möglich sein, zum Beispiel Fußwege mit einzubeziehen. Natürlich nur dann, wenn genug Platz für Rollstühle und Kinderwagen bleibt. In alle Vorhaben, die über das gewohnte Maß hinaus gehen, sollen die Anwohner einbezogen werden.

Die Stadt Coburg bittet die Gastronomen bis zum 11.04.2021 um Rückmeldung über die bereits im letzten Jahr eingerichtete Mail-Adresse aussengastronomie@coburg.de. Um einen Überblick über die gesamte Interessenssituation zu bekommen, werden alle Gastronomiebetriebe gebeten, ihre konkreten Anfragen ausschließlich an diese Adresse zu senden, auch wenn sie bereits über andere Wege mit der Stadt in Kontakt getreten sind. Wenn beabsichtigt ist, die Außengastronomie im gleichen Umfang wie im Jahr 2020 zu betreiben, reicht ein kurzer Hinweis in der E-Mail. Nach Ablauf der Ausschlussfrist am 11. April werden dann alle Anträge gemeinsam geprüft und prioritär bearbeitet.

Der größte Anteil der finanziellen Hilfen entfällt auf die Gastronomie. Die Stadt verzichtet hier, wie im vergangenen Jahr, auf die Sondernutzungsgebühr für die Außengastronomie. Das entspricht einem Einnahme-Verzicht von 47.000 Euro.

Die Einzelhändler müssen heuer ebenfalls keine Sondernutzungsgebühren für Flächen im Freien entrichten. Die fallen zum Beispiel dann an, wenn draußen Schilder oder Verkaufsstände aufgestellt werden. In diesem Bereich verzichtet die Stadt Coburg heuer auf 37.000 Euro.

Die Markthändler konnten ihre Stände zwar die ganze Zeit über öffnen, hatten aber trotzdem Einnahmeausfälle. Zum einen, weil bestimmte Produkte zeitweise nicht verkauft werden durften. Zum anderen, weil die Kundenfrequenz in der Innenstadt allgemein gesunken ist. Die Stadt erlässt den Händlern deswegen die Hälfte der Gebühren – und verzichtet so auf 18.000 Euro.

Auch die Bratwurstbrater litten unter der gesunkenen Kundenfrequenz. Hier verzichtet die Stadt ebenfalls auf die Hälfte der Gebühren, insgesamt 4000 Euro.