Themenabend „Puppen aus Mönchröden“

Zeitzeug*innen gesucht

Bei der ersten Online-Veranstaltung des Coburger Puppenmuseums drehte sich am 17. Juni alles um die Puppenherstellung in der Region. Das Thema interessierte zahlreiche Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Kultur, die sich aus dem Raum Coburg, aber auch aus Rauenstein, Bamberg, Nürnberg und sogar aus dem Siegerland via Videokonferenz in die Sonderausstellung im Puppenmuseum schalteten. Die Resonanz zeigte, dass es beim Thema Puppen nicht nur um nostalgische Kindheitserinnerungen und Mädchen-Traumwelten geht, sondern um einen Wirtschaftsfaktor, der in den letzten 100 Jahren nicht unwesentliche Spuren im Coburger Land hinterlassen hat.

Dies betonte auch Friedrich Herdan, Präsident der IHK zu Coburg. Er berichtete, dass aktuell 2500 Beschäftigte in der Spielzeugindustrie des Kammerbereichs Coburg tätig sind und das Label „Made in Germany“ eine Renaissance erlebt. Unter den Betrieben finden sich Marktführer, wie Zapf Creation mit der beliebten Funktionspuppe „Baby Born“. Die Geschäftsführer Thomas Eichhorn (Zapf Creation) und Stephan Biemann (Schildkröt Puppen- und Spielwaren GmbH) sowie Anke Götz-Beyer (Götz Puppenmanufaktur) bestätigten, dass die Puppenhersteller bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Mehr Sorgen bereiten ihnen der Preisdruck, der Fachkräftemangel und die Tatsache, dass durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland vor Ort das Wissen um die einzelnen Schritte der Fertigung verloren geht.

Um die Bewahrung des Wissens geht es auch Kreisheimatpflegerin Ingrid Ott und Museumsleiterin Christine Spiller. Gemeinsam hatten sie die Ausstellung „100 Jahre Puppen aus dem bayerischen Puppendorf Mönchröden“ erarbeitet und einige Zeitzeugeninterviews geführt. Der Themenabend diente auch dazu, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und weitere Zeitzeug*innen zu hören.

Ganz unverhofft geschah dies schon beim Grußwort von Marco Steiner, erster Bürgermeister der Stadt Rödental. Da beide Eltern in der Puppenindustrie tätig waren, konnte er von der Heimarbeit in Blumenrod berichten. Günther Bartholmeß, der 35 Jahre lang Pfarrer in Mönchröden war, erzählte von den „lebenden Puppen“, mit denen Mönchröden bei Festumzügen in der Region auf die Puppenherstellung aufmerksam machte. Zahlreiche Anekdoten gab Altbürgermeister Gerhard Preß zum Besten, insbesondere von den Besuchen der bayerischen Ministerpräsidenten und ihren Gattinnen, die immer mit mindestens einer Puppe im Arm nach München zurückreisten. Buchstäblich „aus dem Nähkästchen“ konnte auch Ingrid Ott plaudern, war sie doch in der Puppenfabrik Neubauer aufgewachsen und musste wie viele andere Mönchrödener Kinder lose Fäden von den Puppenkleidern abschneiden. Als Kreisheimatpflegerin ist es ihr ein Anliegen, die Puppenfertigung in der Region als immaterielles Kulturerbe weiter zu bewahren.

Gemeinsam möchten Ingrid Ott und Christine Spiller die Geschichte der Mönchrödener Puppen dokumentieren und suchen dafür weitere Zeitzeug*innen. Noch längst sind nicht alle Fakten bekannt und alle Anekdoten erzählt. Wer dazu einen Beitrag leisten kann, darf sich gerne mit dem Puppenmuseum in Verbindung setzen: Tel. 09561/ 89-1480, E-Mail: puppenmuseum@coburg.de. Die Ausstellung im Puppenmuseum läuft noch bis zum 05.09.2021.

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