Hochwasserschutz

Die Coburger*innen müssen sich keine Sorgen machen

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und anderen Gegenden Deutschlands stellen sich Coburger*innen die Frage: Sind wir sicher vor Hochwasser und Starkregen? Auch an Oberbürgermeister Dominik Sauerteig wurden diese Fragen herangetragen. „Die Stadt Coburg beschäftigt sich gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt bereits seit 1986 mit Hochwasserschutz“, erklärte der OB im Rahmen einer Pressekonferenz.  „Seither wurde viel geschaffen. Früher stand das Bahnhofsviertel bei Hochwasser immer wieder mal unter Wasser. Das ist heute nicht mehr so. Eine Auswirkung unserer Bemühungen.“ Zudem wird das Starkregen-Risikomanagement bereits angegangen. Bei Starkregen kann es zu Sturzfluten entlang abschüssiger Straßen und Hänge kommen, selbst wenn kein Hochwasser herrscht. Dies ist erst vor einigen Jahren im beispielsweise im Weichengereuth und auf dem Hofbrau-Areal geschehen. „Auch dieses Starkregen-Risikomanagement ist bereits seit in Arbeit“, so der OB. „Wir sind auf der Höhe der Zeit“, erklärte Baureferentin Mechthild Neumann.

Hochwasserschutz ist sehr weit

„Die Bürger brauchen sich keinerlei Sorgen machen“, bestätigte Hans Joachim Rost, stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kronach. „Der Hochwasserschutz in Coburg ist sehr, sehr weit gediehen“. So sei in den 1980er-Jahren bereits der Schönstädtspeicher und der Ausbau der Itz zwischen Kasernenstraße und Dammweg realisiert worden. 2012 sei der Goldbergsee entstanden, ein reines Hochwasserrückhaltebecken. Die Lauterüberleitung trage ebenso zum Schutz der Stadt bei Hochwasser bei wie der Ausbau der Lauter. Derzeit stellen Wasserwirtschaftsamt und Stadt gemeinsam die letzten fehlenden Fragmente für einen kompletten Schutz vor einem Hundert-Jahres-Hochwasser fertig: die Bauabschnitte 3 und 4 der Lauter am Kanonenweg.

Gerhard Knoch, Hauptamtsleiter beim CEB erklärte, dass auch innerhalb der Stadtgrenzen viel für den Hochwasserschutz getan wurde. So wurden zwischen 1987 und 2006 die Wasserrückhaltebecken Wolfgangssee, am Ketschenbach, am Rottenbach und im Kürengrund hergestellt. „Wir sind sehr weit,“ sagte auch Knoch.

Starkregen-Risikomanagement ist in Arbeit

Das Starkregen-Risikomanagement erklärte Karl Baier, Leiter des Coburger Stadtbauamtes. „Wir lassen ein integrales Konzept erstellen, um die Gefährdungen und Schäden durch Starkregenereignisse im Stadtgebiet zu minimieren.“ Durch den Klimawandel wird es immer häufiger Starkregenereignisse geben. „Ganz Coburg wird dabei untersucht werden und wir können auf Basis dieser Untersuchung Vorsorge treffen“, erklärte Baier. „Dabei können schon kleine Flutschwellen sehr viel helfen. Aber es kann auch sein, dass dann größere Bautätigkeit notwendig ist. Auf jeden Fall werden wir die Bürger beteiligen.“

Abschließend erklärte Baureferentin Neumann: „Wir sind gut auf große Hochwasser vorbereitet, die es rein statistisch alle 100 Jahre nur einmal gibt. Aber einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht.“

Hochwasserschutzmaßnahmen in Coburg

Hochwasserschutz-MaßnahmeBetroffenes GewässerFertigstellung
Hochwasserrückhaltebecken Froschgrundsee
„Schönstädtspeicher“
Obere Itz
+ Effelder
1986
Ausbau der Itz zwischen Kasernenstraße und DammwegItz1988
Hochwasserrückhaltebecken Goldbergsee CoburgSulz2012/2013
LauterüberleitungLauter2012/2013
Ausbau der Sulz zwischen Dammbauwerk Goldbergsee und Mündung in die LauterSulz2006
Ausbau der Lauter zwischen Neuses und Mündung in die ItzLauterBaubeginn: 2008
derzeit BA 3/4
Hochwasserrückhaltebecken KetschenbachKetschenbach1984
Hochwasserrückhaltebecken RottenbachRottenbach2004
Hochwasserrückhaltebecken WolfgangseeLöchlesäcker-
graben
1980er-Jahre
Ausbau Kürengrundbach zwischen Hörnleinsgrund und Mündung in die LauterKürengrundbach2006

Geplante Maßnahmen

Hochwasserschutz-MaßnahmeBetroffenes GewässerSachstand
Ausbau der Itz von Heiligkreuzbrücke bis Dammweg (Ertüchtigung des Hochwasserschutzes)
Itz
Hohe Priorität, Antragsstellung in 2022
Sanierung der Ufermauern an der Itz von der Mohrenbrücke bis zur HeiligkreuzbrückeItzPlanfeststellungsbeschluss 12.02.2004 Niedrigere Priorität
Bauausführung frühestens 2025
Ausbau der Lauter zwischen Stadtgrenze und Einmündung der Sulz in Coburg-Neuses Lauter Planung wurde beauftragt
Teilmaßnahme (Brücke Rodacher Str.) erfolgt
Niedrigere Priorität
Antragstellung frühestens 2025

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