Können unsere Enkel noch gut in Coburg leben?

0,9 Grad, um so viel ist die Durchschnittstemperatur in und um Coburg in den vergangenen 80 Jahren gestiegen. Was zunächst wie ein kleiner Schritt aussieht, bedeutet zum Beispiel, dass es zehn weitere Sommertage mit Temperaturen von mehr als 25 Grad gibt, Tendenz steigend. „Im Sommer 2020 haben wir gesehen, dass es an einigen Tagen sogar zu heiß war, um Spaß im Freibad zu haben. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen waren diese vielen Hitze-Tage eine gesundheitliche Gefahr“, sagt Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig.

Stadt muss sich an neue Bedingungen anpassen

Weil die Hitze-Tage im Sommer immer mehr werden, muss sich die Stadt Coburg an diese neuen Bedingungen anpassen. „Kühlung verschafft insbesondere Grün in der Stadt. Im dicht bewachsenen Rosengarten ist es zum Beispiel drei Grad kühler als in der eng bebauten Ketschengasse, in der nur wenige Bäume stehen“, erklärt Sauerteig. Die Stadt Coburg und ihr Grünflächenamt sind daher bestrebt, mehr Grün in die Straßen und Gassen zu bringen, zum Beispiel mit Baum-Pflanzungen und mobilen Blumenkästen. Das alleine wird aber nicht ausreichen, denn viele Flächen gehören privaten Eigentümern.  „Wir erleben, dass Parkplätze und Gebäude größer, Gärten aber kleiner werden. Hinzu kommen Steingärten und betonierte Auffahrten. Alles Untergründe, die sich im Hochsommer massiv aufheizen und damit steigt die Temperatur in der Stadt“, fährt der OB fort.

Alle sollen mitreden

Für Sauerteig ist eine Freiflächengestaltungssatzung ein geeignetes Mittel, Coburg grüner und ein Stück enkeltauglicher zu machen. „Ich will eine solche Satzung den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen nicht einfach überstülpen. Ich will alle an dem Prozess beteiligen“, erklärt das Stadtoberhaupt. Aus diesem Grund sollen am Mittwoch, 13. Oktober, so viele Menschen wie möglich über die mögliche Satzung sprechen. Die Diskussion findet um 18.30 Uhr im Kongresshaus Rosengarten statt, wird live auf RadioEins, den Kanälen von coburg.de auf Facebook und Youtube sowie www.mein-coburg.de übertragen. Egal, wie und wo jemand diese Diskussion verfolgt, es gibt immer die Möglichkeit, sich einzumischen. Im Kongresshaus persönlich, digital über die Kommentarfunktion der Sozialen Netzwerke und Radiohörer*innen können im Studio anrufen.

„Die Ergebnisse der Diskussion werden wir in die künftige Freiflächengestaltungssatzung einarbeiten. Mir ist es wichtig, dass wir als Stadtgesellschaft zusammenarbeiten. Das Dokument, das bislang in Öffentlichkeit und Politik diskutiert wird, ist ein reiner Entwurf, der zeigen soll, was möglich ist. Die eigentliche Satzung wird erst in diesem gemeinsamen Prozess entstehen“, erklärt Dominik Sauerteig.  Der erste Entwurf ist unter www.coburg.de/enkeltauglich zu finden.

Podiumsdiskussion mit namhaften Teilnehmer*innen

Im Kongresshaus diskutieren unter anderem Siegmar Schnabel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg, Ulrich Eberhardt-Schramm vom Haus- und Grundbesitzerverein Coburg, Tanja Flemmig, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Regensburg, die bereits eine Freiflächengestaltungssatzung erlassen hat, Andrea Gebhard, Landschaftsarchitektin und Vorsitzende des Beirats der Bundesstiftung Baukultur, sowie Helena Lakemann von Fridays for Future Coburg.

Der Eintritt zur Diskussion im Kongresshaus ist frei, jede*r ist eingeladen zu kommen. Eine Anmeldung ist vorab nicht erforderlich, es gelten die 3G-Regeln.

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